Allgemeines

Die peruanische Hauptstadt Lima hat sich in den letzten Jahren zu einer pulsierenden Metropole entwickelt und stellt somit gleichzeitig das wirtschaftliche als auch das kulturelle Zentrum des Landes dar. Etwa 25 % aller Einwohner der Stadt leben direkt am Fluss Rio Rimac, der als Haupt-Trinkwasserquelle der Region gilt. In der Stadt leben insgesamt rund neun Millionen Menschen. Das Stadtgebiet Limas hat eine Länge von etwa 60 km, es unterteilt sich in zwei Verwaltungsbezirke: Während im Süden der Bezirk Canete liegt, befindet sich im Norden die Provinz Huaral. Beide teilen sich nochmals in verschiedene Stadtviertel ein. Lima liegt unmittelbar am Pazifischen Ozean.

Die größten Stadtbezirke Limas sind unter anderem Villa El Salvador, San Martin de Pores und Villa Maria del Triunfo. Etwas nördlich des Stadtzentrum befindet sich darüber hinaus der Bezirk Comas, der mit etwa 500.000 Einwohnern nicht nur einer der am dichtesten besiedelten, sondern auch gleichzeitig einer der ärmsten Stadtteile überhaupt ist. Insgesamt gibt es 43 Bezirke in Lima, zur Kernstadt zählen davon 30.

Sehenswürdigkeiten

Lima hat unzählige kulturelle, historische und architektonische Highlights zu bieten. Allein die Altstadt ist riesig und bietet viele verschiedene Sehenswürdigkeiten. Sie zählt seit dem Jahr 1991 zum Weltkulturerbe der UNESCO und zeichnet sich durch ihre zahlreichen, teilweise denkmalgeschützten, Bauwerke aus. Zentraler Treffpunkt der Altstadt Limas ist der lebendige Plaza de Armas.




Plaza de Armas in Lima



Dort kann man neben dem prunkvollen Rathaus auch den imposanten Präsidentenpalast besichtigen. Nicht nur von außen, sondern auch von innen eine bedeutende Sehenswürdigkeit ist die sonnengelbe Kathedrale Iglesia de San Francisco, die ihre Besucher mit beeindruckenden Fresken an ihren Decken begeistert. Dazu gehört auch das Kloster San Francisco. Beide Bauwerke zählen zu den architektonisch schönsten in ganz Lateinamerika. Weitere beliebte Treffpunkte im Zentrum Limas sind unter anderem der Plaza de la Republica und der Plaza San Miguel. Beide eignen sich ideal als Ausgangsort für interessante Stadtspaziergänge.

Wer original peruanische Köstlichkeiten probieren möchte, dem sei ein kleiner Spaziergang abseits des Trubels ans Herz gelegt: Gerade in den kleinen Gassen der Altstadt befinden sich zahlreiche versteckte Lokale, die von Einheimischen sehr geschätzt werden.

Museen, Opernhäuser und mehr entdecken

Selbstverständlich bietet Lima auch einige sehenswerte Museen. Zu einem der schönsten zählt beispielsweise das archäologische Museum Rafael Larco Herrer, das seinen Besuchern Exponate der vorspanischen Kunst zeigt. Auch das Goldmuseum, welches zahlreiche kostbare Exponate aus der gesamten Andenregion beherbergt, ist in jedem Fall einen Besuch wert.

Ein ganz besonders schönes Erlebnis ist eine Fahrt mit der historischen Museumsstraßenbahn, die zum Ausruhen nach stundenlangem Sightseeing einlädt und ihre Gäste schnell in andere Bezirke bringt.

Eine der wichtigsten Kultureinrichtungen der Stadt ist das Teatro Municipal. Es wurde im frühen 20. Jahrhundert erbaut und dient heute noch als bedeutendsten Opern- und Theaterhaus der peruanischen Hauptstadt. Auch viele Musicals finden dort regelmäßig statt. Wer sich original peruanische Tänze ansehen möchte, sollte das historische Teatro Segura besuchen.

Bezirke



Das noble Stadtviertel Miraflores gehört zu den teuersten der Stadt, aber auch zu den modernsten. Es liegt direkt am Pazifik und bietet herrliche Strandabschnitte, die zum Baden und Sonnen einladen. Auch einige Kultureinrichtungen wie Theater oder Kinos befinden sich dort.

Pazifikküste Lima





Unbedingt ansehen sollte man sich die Tempelanlage Pucllana in Miraflores: Sie stammt noch aus der Zeit der Inkas und ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt. Etwas nördlich des Flusses Rio Rimac kann eine antike Stierkampfarena, die sehr gut erhalten ist, besichtigt werden.

Sehr interessant ist darüber hinaus ein Besuch im Bezirk Barrio Chino: Das chinesische Viertel der Stadt zeichnet sich durch viele Bauwerke im originalen Kolonialstil aus und lädt mit seinen unzähligen Teestuben, Geschäften und Restaurants zum Genießen und Flanieren ein.

Armenviertel in Lima



Slum Pueblos Jovenes in Lima



Armenviertel – typisch an den Hängen



Parks, Gärten und Erholung

Lima bietet seinen Besuchern nicht nur unzählige historische Bauwerke, sondern auch zahlreiche Grünanlagen, in denen man sich entspannen und etwas Ruhe gönnen kann. Zu einem der beliebtesten Parks der Stadt zählt der große Universitätspark, in dem vor allem an sonnigen Tagen viele Studenten, Künstler und Straßenmusiker vorzufinden sind. Auch das mondäne Miraflores besitzt einige sehr prachtvoll angelegte Gartenanlagen.

Wer sich sportlich betätigen möchte, ist an der schönen pazifischen Küste von Lima genau richtig. Der Bezirk La Costa Verde zeichnet sich nicht nur durch gepflegte Strandabschnitte aus, sondern bietet ebenso verschiedene Wassersportmöglichkeiten wie Surfen, Segeln, Jet Ski oder Tauchen.

Strasse in Surquillo



Einen Ausflug wert ist die romantische Hafenstadt El Callao, die sich etwas östlich von Lima befindet und schnell mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen ist. Das kleine Städtchen begeistert seine Besucher mit seiner historischen Kulisse und lädt zum Flanieren an schönen Promenaden ein. Der bedeutendste Seehafen des Landes liegt ganz in der Nähe – mit etwas Glück kann man große Frachter und Dampfer, die fast täglich anlegen, aus der Nähe beobachten.