Fakten / Geografische Lage

Pucallpa ist die Hauptstadt der Ucayali-Region und liegt in einer Höhe von 155 Meter über dem Meeresspiegel am Ufer des Ucayali-Flusses, welcher einer der Hauptzuflüsse des Amazonas und damit eine wichtige peruanische Wasserstraße ist. Zwar existierte an der Stelle des heutigen Pucallpa bereits seit dem 16. Jahrhundert eine kleine Gemeinde. Die offizielle Gründung jedoch folgte erst relativ spät im Jahre 1888. Lange Zeit blieb Pucallpa eine der am langsamsten wachsenden Siedlungen in diesem Gebiet, sodass sie auch Jahrzehnte nach Stadtgründung wenig mehr als 200 Einwohner zählte. Dies änderte sich erst ab den 1930er Jahren nach und nach, als eine Autobahn Pucallpa erstmalig mit Lima verband. Doch noch 1945 war Pucallpa eine kleine, weitestgehend isolierte Stadt ohne Elektrizität und befestigte Straßen. Im Jahre 2012 jedoch hat sich Pucallpa sichtbar gewandelt: Neueste Funde von Öl, Gas und Gold in der unmittelbaren Nähe machen die Stadt gegenwärtig zu einem der wichtigsten Häfen am Uyacali und die Stadt kann eine stetig wachsende Bevölkerung von mehr als 290.000 Einwohner vorweisen.

Klima und beste Reisezeit

Die meisten Touristen bereisen das Amazonasbecken zur peruanischen Winterzeit, welche von Juni bis August andauert. In diesem Zeitraum ist das Wetter relativ trocken und sonnig. Allerdings ziehen auch die Preise für Unterkünfte und Hotels deutlich an. Eine gute Alternative zum Winter ist daher der Besuch in der Zeit von September bis November. Das Wetter ist dann gemäßigter, die Hotelpreise etwas niedriger und auch die typischen Reiserouten sind weniger stark frequentiert.






Deutlich abzuraten ist hingegen von einer Reise in der Zeit zwischen Dezember bis März. In diesen Monaten regnet es häufig und lang andauernd und die schiere Menge des Niederschlags erschwert dabei Aktivitäten im Freien erheblich: Nicht selten führt der starke Regen zu Schlammlawinen und gesperrten Straßen.

Anreise nach Pucallpa

Pucallpa kann gut mit dem Flugzeug von Lima und Iquitos aus erreicht werden. Von Lima aus gibt es darüber hinaus auch eine Busverbindung und zwischen Iquitos und Pucallpa wird ein regelmäßiger Personenschiffsverkehr angeboten.

Unterkunft und Restaurants

Das mit Abstand beste Hotel in Pucallpa ist sicherlich das „Sol Del Oriente“ (http://www.soldelorientehoteles.com/hotels.htm). Das Etablissement verfügt über eine Suite und insgesamt 41 Zimmer, von denen die teureren sogar einen eigenen Whirlpool beinhalten. Die Aufenthaltsräume sind angenehm weitläufig, gekühlt und dezent abgedunkelt sowie liebevoll mit Palmen und indianischen Schnitzereien ausgeschmückt. Ferner hat das Hotel sogar einen hauseigenen Miniaturzoo, in welchem sich mehrere typische Tiere des Amazonasbeckens aus nächster Nähe beobachten lassen.

Was das „Sol Del Oriente“ unter den Hotels, ist sicherlich das „El Alamo“ unter den pucallpaschen Gaststätten. Dieses erstklassige Restaurant liegt nicht weit vom Stadtzentrum entfernt an der Straße nach Yarinacocha und ist am besten mit dem Taxi zu erreichen. Angeboten werden Gerichte der internationalen Küche, stets geschickt kombiniert mit diversen regionalen Speisen. Besonders empfehlenswert ist hier der typische landesübliche Salat mit Palmenblättern.

Etwas preiswerter speisen lässt sich im „Don José’s“, dem ältesten Restaurant der Innenstadt. Hier ließ sich bereits der bekannte Monty Python-Comedian Michael Palin Hausmannskost nach Art des Landes servieren. Besonders die frisch zubereiteten Fruchtsäfte sind hier sehr zu empfehlen.

Sehenswürdigkeiten

Nach wie vor wird die Stadt eher als Durchgangsstation genutzt: Ein großer Teil der Besucher setzt die Reise direkt fort und fährt weiter ins nahegelegene Yarinacocha oder schifft sich auf einem Boot Richtung Iquitos ein. Den Status als Zwischenstopp spiegelt auch das Stadtbild wider: In punkto Architektur gibt es in Peru wahrscheinlich optisch interessantere Gegenden. Durchweg trifft in Pucallpa die eher zweckorientierte Bauweise moderner Gebäude auf ein noch immer mäßig ausgebautes und häufig verschlammtes Straßennetz. Dennoch lässt sich auch hier einiges entdecken.

Die größte Sehenswürdigkeit ist sicher der peruanische Regenwald: So sind die weiter westlich gelegenen Naturreservate „Alexander von Humboldt“ und „Biabo-Cordillera Azul“ mehr als einen Ausflug wert und auch der Yarinacocha See mit seinen Chipibo Dörfern lädt zum Verweilen vor stimmungsvoller Kulisse ein.

Für kunstinteressierte Touristen dürfte der Besuch bei Agustin Rivas in dessen hauseigener Gallerie interessant sein: Rivas ist ein populärer Bildschnitzer, dessen Werke zahlreiche öffentliche Gebäude in Pucallpa zieren. Eine weitere Anlaufstelle für Kunstliebhaber ist Usko Ayar: Dort stellt der Maler und Schamane Pablo Amaringo regelmäßig seine optisch ansprechenden und oftmals visionären Werke aus, welche stark vom Regenwald und dessen Flora und Fauna inspiriert sind.